Heiliger

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Stand 19.11.2009

 

 

 

 

Achtung: Dies ist ein fiktives Beispielgutachten!

AVUS Gesellschaft für Arbeits-, Verkehrs- und Umweltsicherheit mbH

 

Medizinisch-Psychologisches Gutachten

für

Herrn                          Johannes Heiliger

geboren:                     19.02.1972

Straße:                     Dorfstraße 5

Ort:                             22222 Heide

Veranlaßt durch:    Kreis Husum

 

Akteneingang: Untersuchung am:              Gutachtenfertigstellung:

25.08.1996              06.09.1996                          30.09.1996

Gutachten Nr. 02/5802/17/96

 

Gutachterliche Fragestellung

Ist zu erwarten, daß der Untersuchte auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluß führen wird undloder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges der Klassen 1a und 2 in Frage stellen?

Das vorliegende Gutachten soll der Verwaltungsbehörde als Entscheidungshilfe für die eigene Urteilsbildung dienen. Anforderungen, die sich aus den Richtlinien zur Prüfung der körperlichen und geistigen Eignung von Fahrerlaubnisbewerbern und -inhabern (Eignungsrichtlinien), ferner dem Leitfaden zur Begutachtung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen in amtlich anerkannten Medizinisch-Psychologischen Begutachtungsstellen sowie dem Gutachten 'Krankheit und Kraftverkehr' des gemeinsamen Beirates für Verkehrsmedizin ergeben, wurden bei der Begutachtung berücksichtigt.

 

Aktenanalyse

Als Grundlage der Untersuchung wurde uns die Führerscheinakte zur Verfügung gestellt. Diese haben wir eingesehen. Folgende Daten sind für den Untersuchungszusammenhang bedeutsam:

17.08.1995 (Tatzeit 2.13 Uhr) Trunkenheitsfahrt bei einer Blutalkoholkonzentration von 2,23 Promille

 

Bedeutuntg der Vorgeschichtsdaten

Die Blutalkoholkonzentration (BAK), die nach einer Trunkenheitsfahrt gemessen wird, kann als Hinweis auf die Art und den Umfang des jeweiligen Alkoholgenusses ausgelegt werden. Trinkversuche haben immer wieder gezeigt, wie sehr man geselischaftsübliches Trinken bzw. eine gewisse Trinkmenge überschreiten muß, um die bei Trunkenheitsdelikten vorliegende Blutalkoholkonzentration von 1,3 Promille und mehr erreichen zu können. Personen, die es gewohnt sind, im sozial üblichen Rahmen Alkohol zu konsumieren, erreichen meistens nur eine Blutalkoholkonzentration von unter 0, 8 Promille (Kunkel 1988).

Bei der Trunkenheitsfahrt fällt ein hoher BAK- Wert auf, der von 'Normaltrinkern bei einem kontrollierten Umgang mit Alkohol nicht erreicht werden kann. Wird eine Fahrt mit einer derartigen Blutalkoholkonzentration angetreten, und ist der Fahrer in der Lage, sein Fahrzeug in diesem Zustand zu fahren, so spricht dies in der Regel für eine überdurchschnittliche Alkoholgewöhnung. Hätte ein Autofahrer diese Alkoholgewöhnung nicht, so ist bei den getrunkenen Alkoholmengen mit körperlichen Reaktionen zu rechnen, die die Autofahrt von vornherein verhindern, Diese Tatsachen weisen somit auf einen gewohnheitsmäßig hohen Alkoholkonsum hin.

 

Voraussetzungen für eine positive Prognose

Die Rückfallwahrscheinlichkeit kann im individuellen Fall dann als reduziert gelten, wenn Herr Heiliger:

  • sich kritisch mit der eigenen Verkehrsvorgeschichte auseinandersetzt,

  • die Entwicklung der Trinkgewohnheiten ohne Widersprüche zu den objektiven Vorgeschichtsdaten realistisch darstellt und daraus Schlußfolgerungen zieht,

  • eine Änderung der Trinkanlässe und Trinkmengen glaubhaft machen kann,

  • zweckmäßige Ansätze für eine Verhaltensänderung bei zukünftiger Verkehrsteilnahme entwickelt.

 

Untersuchungsbefunde

Die im folgenden dargelegten Befunde stutzen sich auf die in der Führerscheinakte enthaltenen Angaben, schriftlich erhobene Fragebogendaten, handschriftlich festgehaltene Aufzeichnungen während des psychologischen Untersuchungsgespräches sowie auf die medizinische Untersuchung in unserem Institut.

 

Medizinische Untersuchung

Die ärztliche Untersuchung erfolgte anlaßspezifisch und unter spezieller Berücksichtigung der von der Verwaltungsbehörde mitgeteilten Zweifel an der Eignung. Die Vorgeschichte wurde aufgenommen, und es wurden gezielte anamnestische Erhebungen zur Ermittlung von Krankheiten und Symptomen durchgeführt, die mit den anlaßgebenden Tatsachen in Zusammenhang stehen können. Die körperliche Untersuchung hat die anamnestische Erhebung abgesichert. Sie diente ferner zur Feststellung eventuell vorhandener alkoholbedingter Symptome und Syndrome. Insbesondere wurde nach Störung der Leberfunktion, nach Schädigungen weiterer alkoholempfindlicher innerer Organe, des Vegetativums, des zentralen und des peripheren Nervensystems und nach Veränderungen der Haut gesucht. Anhand von laborchemischen Blutuntersuchungen wurde abgeklärt, ob eine alkoholtoxische Leberschädigung vorliegt. Nachfolgend werden nur solche Befunde dargestellt, die im Sinne der Fragestellung für die Beurteilung der Fahreignung aus medizinischer Sicht von Bedeutung sind.

 

Bei Herrn Heiliger (24 Jahre, 182 cm groß, bei 79 kg) maßen wir einen Blutdruck von 115/75 mmhg und eine Pulsfrequenz von 78 Schlägen/Minute.

Laboruntersuchung: Gamma-GT 15 U/l (Norm bis 28 U/l)

                                        GOT 21 U/l(Norm bis 18 U/l)

                                        GPT 21 U/l(Norm bis 22 U/l)

                                        MCV 93,0 fl (Norm bis 96,0 fl)

Untersuchungszeit: 14.30 bis 14.45 Uhr

 

Psychologische Exploration

Nach Abschluß der 9. Klasse der Hauptschule machte Herr Heiliger von 1989 bis Februar 1993 eine Ausbildung zum Meß- und Regel-Technik-Elektroniker. Er verpflichtete sich daraufhin für 5 Jahre zur Bundeswehr.

Er ist ledig, er hat seit ca. 2 Jahren eine feste Freundin. Er lebt mit ihr zusammen zur Miete.

Auf die Bitte, seinen Umgang mit Alkohol zu schildern:

"Nichts. "

Seit wann er keinen Alkohol getrunken habe?

"Seit ich meinen Führerschein verloren habe. Davor habe ich allerdings auch nichts getrunken. '

Ob er somit im Rahmen der Trunkenheitsfahrt das erste Mal in seinem Leben Alkohol zu sich genommen habe?

"Nein. "

Wie es denn dann gewesen sei?

"In der Zeit von 16 bis 18, wo ich überhaupt noch nichts mit Kraftfahrzeugen zu tun hatte, habe ich mal das eine oder andere Bier getrunken. "

Ob er danach mit Ausnahme der Trunkenheitsfahrt keinen Alkohol mehr zu sich genommen habe?

"Nein. "

Wie sein Umgang mit Alkohol in der Zeit von 16 bis 18 gewesen sei?

"Wie das so ist, mit Jugendlichen beim Zelten am Wochenende, 2, 3 Bier, schätze ich mal. "

Ob er in dieser Zeit nicht mehr getrunken habe?

"Nein, nein. "

Ob er sich sicher sei?

Ja."

Ob er somit ab dem 18. Lebensjahr keinen Alkohol, mit Ausnahme der Trunkenheitsfahrt, mehr getrunken habe?

"Nein.

Wie er es sich dann erkläre, daß er im vergangenen Oktober eine Blutalkoholkonzentration von 2,23 Promille erreicht habe?

"Tja, ich eine spaßige Geschichte. Das war ein beruflicher Absturz. War eine blöde Geschichte, Ich sollte ein Jahr nach Amerika. Das wäre doppeltes Gehalt gewesen. Ich habe dem besagten Freitag eine Absage bekommen dafür. Dann bin ich derart gefrustet nach Hause gefahren. Dann hat ein Freund bei mir geklingelt. Ich wohne schräg gegenüber von einer Gaststätte. Dann habe ich sinnloserweise getrunken.

Was er getrunken habe?

"Bier und Weinbrand mit Cola.'

Wieviel er getrunken habe?

"Fragen Sie mich mal! Ca. 10 Gläser und 2 Bier.

Ob er nicht mehr getrunken habe?

"Kann ich nicht sagen.

Wie er sich bei Antritt der Fahrt gefühlt habe?

"Relativ bescheiden. Meine Freunde haben mich in meine Wohnung gebracht, weil mit mir nichts mehr anzufangen war. Und meine Freundin ist auf eine Party gefahren schon abends. Ich bin eingeschlafen. Bin vierter vor zwölf wach geworden. Und so verrückt und bescheuert, wie man sich dann anstellt, habe ich geguckt, wo ist meine Freundin. Fiel mir ein, die ist auf einer Party. Bin ich da eben dummerweise hingefahren. '

Auf Wiederholung der Frage:

'Viel gemerkt habe ich nicht mehr. Glaube nicht, daß ich da noch sehr sicher hingefahren bin.

Das Erreichen einer derart hohen Blutalkoholkonzentration setze ein Training voraus:

'Kennen Sie das Gefühl, wenn man von innen so richtig gefrustet ist? Meine Freundin hat sich noch darüber gefreut, daß ich nicht nach Amerika gehe. Das waren alles so Kleinigkeiten, und dann voll ins Fettnäpfchen. "

Eine derartige Blutalkoholkonzentration setze eine Gewöhnung an große Trinkmengen voraus:

"Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich bin kein Arzt."

Wenn es wirklich so wäre, daß er vor der Trunkenheitsfahrt etwa 5 Jahre keinen Alkohol getrunken habe, wäre es nicht zu erklären, daß er eine derart hohe Blutalkoholkonzentration erreiche:

'Ich war auch in keinem ansprechbaren Zustand, als meine Kollegen mich da hochgetragen haben. Ich habe da nur gesessen und sinnlos in mich reingeschüttet. "

Der Gutachter habe volles Verständnis dafür, daß er bei der Untersuchung einen guten Eindruck zu machen versuche und insofern gegebenenfalls seinen Umgang mit Alkohol beschönige:

"Ich habe mein Leben lang Sport getrieben. Ich bin mir nie einer Schuld bewußt gewesen, absolut nicht. '

Angesichts seiner Darstellung seines Umgangs mit Alkohol könne er nicht damit rechnen, ein positives Gutachten zu erhalten:

"Ich kann Sie doch nicht absichtlich belügen! Ich habe mein Leben lang Sport getrieben, und halte auch sonst nichts von Alkohol '

Ob er auch im Rahmen seiner Zugehörigkeit zur Bundeswehr keinen Alkohol getrunken habe?

"Nein, auf gar keinen Fall. Da bin ich Kraftfahrer. Kann ich mir gar nicht erlauben.

Ob er in der Zeit von 16 bis 18 auch einmal mehr als 2 bis 3 Bier getrunken habe? "Mal waren es 5, mal waren es 2, um vor den Frauen den großen Mann zu machen. Ist ja auch schon 5, 6 Jahre her.

Angesichts der Blutalkoholkonzentration müsse er etwa eine ganze Flasche Weinbrand getrunken haben:

'Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Wann er begonnen habe, Alkohol zu trinken?

" 13 Uhr, und bis um halb 11, 11."

Insofern müsse er wirklich soviel getrunken haben:

"Ich habe da eine Menge getrunken, da gesessen und bestellt und bestellt. Zeugt von Charakterschwäche. Ich habe den Mist verbockt und muß ihn wieder auslöffeln. "

Warum er jetzt keinen Alkohol mehr trinke?

"Also erstmal beruflich ist das bei mir nicht drin. Mein absolut größtes Hobby ist Motorradfahren. Das habe ich mir verbockt. Und finanziell ist das unmöglich.

Ob er niemals mehr in seinem Leben Alkohol zu sich nehmen werde?

"Habe ich nie Grund zu gehabt."

Ob er alkoholabhängig gewesen sei?

"Nie. "

Warum er denn dann nicht gelegentlich etwas trinken könne oder wolle?

"Ich könnte schon, aber ich muß ja nicht.

Ob ihm die Änderung schwergefallen sei?

"Warum? Nein!'

Ob sich dadurch etwas in seinem Leben verändert habe?

"Daß ich getrunken habe, hat was geändert, aber nicht, daß ich nichts getrunken habe, auf gar keinen Fall.

Wie man auf seine Abstinenz reagiert habe?

"Meine Familie ist sehr, sehr stolz auf mich, weil ich in der Kreisliga spiele. Freunde finden das gut, weil sie einen Fahrer haben, auf den sie sich verlassen können. "

Wie er sich beim Angebot von Alkohol verhalte?

"Man bietet mir keinen Alkohol an. In den Kreisen, wo ich verkehre, da ist allgemein bekannt, daß ich keinen Alkohol trinke.'

Wodurch bei ihm ein zukünftig angepaßtes Verhalten sichergestellt sei?

„Also wenn ich aus dem Fehler nicht gelernt habe, dann weiß ich das auch nicht. Das Jahr kann ich streichen. Ich muß an meine berufliche Zukunft denken. Ich habe Klasse 2. Die Wirtschaft ist tot. "

Ob er noch etwas hinzufügen möchte?

"Eigentlich nicht. "

 

Explorationszeit. 11.30 bis 11.55 Uhr

 

Die Frage nach laufenden Verfahren, weiche im Untersuchungszusammenhang von Bedeutung sein könnten, wurde von Herrn Heiliger verneint.

 

Zusammenfassende Befundwürdigung

Die medizinische Untersuchung ergab an den inneren Organen und dem HerzKreislaufsystem keine Befunde von Krankheitswert. Im sinnesphysiologischen und neurologischen Bereich fanden sich keine Normabweichungen. Die Bewegungsorgane waren voll funktionstüchtig. Psychisch ließen sich bedeutsam Auffälligkeiten nicht feststellen. Die leichte Erhöhung des GOT- Wertes ist nicht im Sinne der Fragestellung zu interpretieren.

Die medizinisch-psychologische Untersuchung erbrachte keine Hinweise, aufgrund derer angenommen werden müßte, daß bei Herrn Heiliger Beeinträchtigungen der verkehrsbedeutsamen Leistungsfunktionen vorliegen.

Herr Heiliger nahm im August 1995 bei einer Blutalkoholkonzentration von 2,23 Promille am Straßenverkehr teil.

Wenn es dabei nicht zu unmittelbaren körperlichen Reaktionen gekommen ist, die den Antritt der Fahrt schon von vornherein verhindern würden, weist dies auf einen gewohnheitsmäßigen stärkeren Alkoholkonsum hin, also auf eine Alkoholgewöhnung mit Toleranzsteigerung und spricht gegen einen auf diesen Vorfall beschränkten, zufällig einmal erhöhten Alkoholkonsum.

Herr Heiliger hatte im Fragebogen angegeben, daß er eine Wegstrecke von 4 Kilometern bewältigt habe. Auch dies spricht für eine erhebliche Alkoholgewöhnung. Zum anderen ergibt sich aus seinen Schilderungen, daß er vor der Trunkenheitsfahrt noch zweckgerichtete Überlegungen unternahm, so daß auch insoweit nicht von massiven alkoholtypischen Ausfallerscheinungen gesprochen werden kann, wie sie zu erwarten gewesen wären, wenn Herr Heiliger wirklich erstmalig seit 5 Jahren wiederum Alkohol getrunken hätte.

Wir haben Herrn Heiliger mehrfach auf die Haltlosigkeit seiner Angaben hingewiesen. Er blieb jedoch bei seiner Darstellungsweise, lediglich im Alter von 16 bis 18 Jahren einmal Alkohol getrunken zu haben, wobei er für diesen Zeitraum auch sehr geringe Trinkmengen angab, und erstmalig wieder im Rahmen der Trunkenheitsfahrt Alkohol getrunken zu haben.

Wir müssen somit davon ausgehen, daß Herr Heiliger bezüglich seiner Schilderung des Umgangs mit Alkohol darauf angelegt war, ein Bild von sich zu zeichnen, welches objektiven Sachverhalten nicht Rechnung trägt. Bei Zutreffen seiner Angaben wäre weder die Hohe der Blutalkoholkonzentration noch das Fehlen der alkoholtypischen Ausfallerscheinungen zu erklären.

Offenbar will sich Herr Heiliger vor sich selber und vor dritten seinen übermäßigen Alkoholkonsum nicht eingestehen, weil sich dieser mit dem eigenen Selbstbild nicht verträgt.

Es ist jedoch eine Grundvoraussetzung zukünftigen angepaßten Verhaltens, daß das eigene Trinkverhalten als solches erkannt wird. Nur kann können darauf aufbauend geeignete Vermeidungsstrategien entwickelt werden, welche einem Kraftfahrer helfen können, ein erneutes Auffälligwerden hinreichend sicher zu vermeiden.

Wenn Herr Heiliger nun andererseits auch ausführte, seit der Trunkenheitsfahrt keinen Alkohol zu sich genommen zu haben, so vermag diese Angabe nicht zu überzeugen. Zu einem Entschluß zur Abstinenz gehört in erster Linie hinzu, daß das eigene normabweichend starke Trinkverhalten als solches erkannt worden ist. Wenn es darüber hinaus als erwiesen angesehen werden muß, daß Herr Heiliger in der Vergangenheit in sehr hohem Maße dem Alkohol zugesprochen hat, so stellt eine Abstinenz eine derart einschneidende Änderung im Sozialverhalten dar, daß die damit einhergehenden Änderungen in der Lebensführung und auch die Reaktionen des sozialen Umfeldes erfahrungsgemäß erlebt und auch geschildert werden können. Auch dies war bei Herrn Heiliger nicht der Fall. Darüber hinaus fällt / es Personen, welche vermehrt dem Alkohol zugesprochen haben, alles andere als leicht, den problematischen Umgang mit Alkohol zu ändern. Herr Heiliger wußte diesbezüglich von keinerlei Schwierigkeiten zu berichten.

Insgesamt erfüllen die Angaben von Herrn Heiliger somit nicht die Kriterien der Glaubwürdigkeit, so daß hier von einer Schutzbehauptung auszugehen ist.

Bei der geringen Bereitschaft von Herrn Heiliger realistische und selbstkritische Angaben zu machen, bestehen auch keine Anknüpfungspunkte für die Erwartung der erfolgreichen Teilnahme an einem Nachschulungskursus für alkoholauffällige Kraftfahrer. Bei Herrn Heiliger liegt eine ausgeprägte Verdrängungshaltung vor, so daß wir hier empfehlen, daß er sich mit Hilfe einer verkehrstherapeutisch tätigen Institution um die Herausbildung eines höheren Maßes an Problembewußtsein und Auseinandersetzungsbereitschaft bemühen möge.

 

 

Gutachtenergebnis

Es ist zu erwarten, daß Herr Heiliger auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluß führen wird.

gezeichnet

Diplom-Psychologe - Arzt für Innere Medizin -

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