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Stand 19.11.2009

 

 

 

 

Die Sektionen Verkehrspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), im Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) und der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) laden gemeinsam ein zum 37. BDP-Kongreß für Verkehrspsychologie

VERKEHRSPSYCHOLOGIE AUF NEUEN WEGEN:

HERAUSFORDERUNGEN VON STRASSE, WASSER, LUFT UND SCHIENE

in BRAUNSCHWEIG vom 14. - 16. September 1998.

 

Dr. Wolfgang Schubert                     Dr. R. Denis Huguenin

Dr. Birgit Bukasa                             Dr. Fritz Meyer-Gramcko

 

Die Themen der einzelnen Arbeitsgruppen:

AG 1: Bedeutung der Luftfahrtspsychologie in der Gegenwart und Zukunft

AG 2: Begutachtung drogen- und alkoholauffälliger Kraftfahrer

AG 3: Öffentlicher Raum, Verkehrplanung und Verkehrsumwelt

AG 4: Neue Perspektiven für ein vergessenes Berufsfeld - Einsatz moderner Technologien im Straßenverkehr

AG 5: Unfallrekonstruktion: eine gemeinsame Aufgabe von technschen Sachverständigen und Verkehrspsychologen

AG 6: Evaluation/Bewertung

AG 7: Verkehrspsychologie im Internet

AG 8: Spezifische Aspekte der Diagnostik und der Klientin-Gutachterin-Beziehung

AG 9: Bahnpsychologie

AG 10: Neue Maßstäbe der Computerdiagnostik - Präsentation - Diskussion - Vorführungen

AG 11: Anreizsysteme/Versicherungen/Marketing

AG 12: Verkehrsunterricht und Fahrausbildung

AG 13: Schiffahrtspsychologie

AG 14: Beratung - Rehabilitation - Therapie, Interventionen bei alkohol- und drogenauffälligen Fahrern / Fahrer mit hohem Punktestand: Konzepte und Erfahrungen

AG 15: Mobiliät und Verkehrmittelwahl

AG 16: Gesetzesentwicklung aus verkehrspsychologischer Sicht

AG 17: Verkehrsrisiken und Lebenszyklus

 

Die Verkehrspychologische Praxis ist mit folgenden 3 Beiträgen vertreten.

Verkehrspsychologische Beratung

Jörg-Michael Sohn

Im Rahmen des neuen Straßenverkehrsgesetzes und der Führerschein-Verordnung sind „Verkehrspsychologen" nach dem psychologischen Psychotherapeuten die zweite Gruppe von Diplom-Psychologen, die in einem Gesetz verankert sind. Zudem ist es gelungen, bei der formalen Ausgestaltung dieses Bereiches (Qualifikationsanforderungen, Qualitätssicherung) der Sektion Verkehrspsychologie des BDP einen hohen Stellenwert einzuräumen. Zudem liegen mit dem Curriculum Verkehrspsychologie ausgearbeitete Vorstellungen über den Bereich der Verkehrspsychologie insgesamt vor.

Wenig konkretisiert sind bislang die Vorstellungen zu Zielsetzung, Ablauf und Methoden der verkehrspsychlogischen Beratung, die nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen ab 14 Punkten freiwillig gemacht werden kann und mit einem Punkterabatt belohnt wird.

Aus der Erfahrungen mit der Entwicklung und Erprobung der Verkehrstherapie als einer längerdauernden Maßnahme und den Fortentwicklungen der letzten Jahre werden erste Überlegungen mitgeteilt, welchen Anforderungen eine solche verkehrspsychologische Beratung genügen sollte.

Als zentrale Themen sollen herausgearbeitet werden. Zielgruppentypische Motivationsprobleme, Zielsetzung („Mini-Therapie" vs. „produktive Verunsicherung"), Themenspektrum, Methodenneutralität vs. vorgegebene Struktur und Inhalt, Dokumentation, Wirksamkeits-Überprüfung, Fortbildung.

Der Workshop ist geplant als Möglichkeit, anhand einer vorgestellten Struktur verschiedenen Möglichkeiten der Konzeption einer solchen Maßnahme zu diskutieren und die Ergebnisse vor dem Hintergrund er anstehenden Fortbildungsmaßnahmen in diesem Bereich auch für die Sektion verfügbar zu machen.

 

 

Verkehrspsychologie im Internet

Jörg-Michael Sohn

Das Internet und speziell das WWW (World Wide Web) hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Es entwickelt sich zunehmend zu einem Medium, in dem aktuelle Informationen weltweit verfügbar gemacht, Kontakte geknüpft, Ergebnisse publiziert werden und in dem nicht zuletzt Werbung für verschiedene Produkte und Organisationen gemacht wird.

Die Psychologie ist mit einer Vielzahl von Aspekten im WWW vertreten - die Verkehrspsychologie dagegen kaum. Ließ man bis vor kurzem populäre Suchmaschinen nach Stichworten unseres Arbeitsgebietes suchen, gab es kaum Fundstellen. Gerade im Bereich Führerscheinentzug, „Idiotentest", MPU dominieren immer noch überwiegend zwiespältige bis unseriöse Angebote.

Inzwischen hat die Verkehrspsychologische Praxis Hamburg damit begonnen, im Internet eine Reihe von Informations-Angebote zu etablieren, die unseriösen Testvorbereitern fundierte Informationen und einen Überblick über seriöse Anbieter entgegensetzen. Aus dieser in der Entwicklung befindlichen Arbeit soll berichtet werden.

In einem Workshop werden (soweit es die technischen Möglichkeiten zulassen, mit einer Online-Demonstration) die Grundprinzipien und Vorzüge des Internet gegenüber anderen Informationsmedien kurz skizziert. Zum werden die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Bedingungen einer eigenen Internet-Präsenz erläutert. Im Anschluß daran wird ein Überblick über bestehende Angebote im Internet im Bereich Verkehrspsychologie gegeben. Schließlich werden die Angebote unter http://www.vpp.de und http://www.verkehrstherapie.de erläutert und Entwicklungslinien diskutiert.

Ziel des Workshops ist es zum einen, einen Überblick über bestehende Angebote zu geben, Verkehrspsychologen zur eigenen Präsenz zu ermuntern und zu versuchen, auch in diesem Bereich zu kooperativen Strategien speziell der freiberuflich und therapeutisch arbeitenden Kollegen zu kommen.

 

 

Einstellungen autofreier Haushalte

Jörg-Michael Sohn

Verkehrspsychologen beginnen sich zunehmend mit Themen jenseits der klassischen Autofahrer-Psychologie zu beschäftigen. In diesem Rahmen gehört auch das Thema „autofreies bzw. autoarmes Wohnen". Europaweit sind eine Reihe von Projekten entstanden, die sich auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung mit der Frage beschäftigen, unter welchen Bedingungen der motorisierte Individualverkehr verringert werden kann.

Dabei stehen meist Überlegungen im Vordergrund, unter welchen städtebaulichen und architektonischen Bedingungen autoarme bzw. autofreie Quartiere realisierbar sind. Relativ neu sind Überlegungen, Strategien zu entwickeln, um in bestehenden Stadtteilen die Bewohner zum Verzicht auf ein eigenes Auto zu bewegen. Vorreiter in diesem Bereich sind die neuen Bundesländer, da dort die bestehenden Quartiere die explosionsartige Vermehrung der privaten Pkw besonders schwer verkraften.

Die Stadt Halle hat im Rahmen eines größeren Forschungsprojektes einen Leitfaden für autofreies Wohnen entwickeln lassen. Zielgruppe sind dabei in erster Linie Wohnungsbauunternehmen, den Strategien, Argumente und Planungsschritte an die Hand gegeben werden sollen, um Mieter in bestehenden Quartieren schrittweise zum Verzicht auf einen private Pkw zu motivieren.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde ein Fragebogen zum Verkehrsverhalten, zu Präferenzen und Wünschen entwickelt und insgesamt 162 Haushalte in verschiedenen Stadtteilen Halles befragt. Das Projekt insgesamt und vor allem die Entwicklung des Fragebogens sollen vorgestellt werden und ein Überblick über die Ergebnisse gegeben werden. Dabei soll besonders herausgearbeitet werden, wie verbreitet autofreie Lebensformen bereits sind und es sollen speziell die Ergebnisse erläutert werden, die auch für die Autoren dieser Studie überraschend waren (so unterscheiden sich autofreie und Haushalte mit Autos in vielen Einstellungen verblüffend wenig, autofreie Haushalte in dieser Befragung besitzen im Schnitt weniger Fahrräder als autofreie Haushalte etc.). Schließlich soll der Leitfaden insgesamt und die Strategien zur Umwandlung bestehender Stadtteile diskutiert werden.

Der Autor hat diesen Fragebogen im Rahmen einer Projektgruppe mit Architekten, Stadtplanern und einer Initiative vor Ort entwickelt, die Erfahrungen aus einer solchen interdisziplinären Arbeitsgruppe sollen dargestellt werden.

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Copyright © 2009 Verkehrspsychologische Praxis Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Saarlandstr. 6 a, 22303 Hamburg, Tel.: 040-56008008. Stand: 19. November 2009