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Stand 19.11.2009

 

 

 

 

Literaturliste für den Bereich MPU, Verkehrstherapie, Verkehrspsychologie

Folgende Bücher sind besonders für betroffene Kraftfahrer zum Selbststudium geeignet

Weber, Klaus: Führerscheinentzug. Alkohol Punkte Drogen. Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main 2002

Ein inzwischen neu in der 3. oder 4. Auflage erschienenes Buch, Standardwerk in unserem Arbeitsbereich, nach meiner Einschätzung das beste auf dem Markt. Sein Vorteil liegt einerseits in der Breite der Themen, andererseits in der Konkretheit der Hilfestellung. Als eines der ganz wenigen Bücher widmet es sich nicht nur dem Führerscheinverlust durch Alkoholtaten, sondern behandelt auch den Führerschein-Verlust durch Punkte, Straftaten und Drogen mit klaren Hinweisen auf die rechtlichen Grundlagen, Fragestellung der Untersuchung, Kriterien, notwendigen Veränderungsschritten und konkreten Anlaufstellen. Besonders hervorzuheben ist der Ansatz, den Hintergrund der gesamten Untersuchung gründlich darzustellen, einschließlich eines beeindruckenden Kapitels über die (leider oft übersehenen) Opfer von Verkehrsunfällen. Auf der anderen Seite gibt Dr. Weber auch sehr konkrete Hilfestellungen (Auszug aus dem Punktekatalog, Adressen von Untersuchungsstellen, Adressen von Beratungseinrichtungen). Ein rundherum empfehlenswertes Buch.

Hettenbach Michael et al.: „Führerschein/MPU“ (Libri Books on Demand, ISBN 3-8311-1134-0)

Sehr umfassende, leicht verständliche und gut wertende Einführung in den rechtlichen Hintergrund und kritische Punkte der MPU, zudem guter, aktueller Überblick über die psychologischen Aspekte.

Liebs, Carmen: Promillefahrt mit Folgen. rororo 2000

Exzellentes Buch speziell für Personen direkt nach dem Führerscheinverlust, da sehr eindringlich die Konsequenzen auf verschiedenen Gebieten erklärt werden. Ein Schwerpunkt liegt darauf, auch schon im Vorfeld des Verfahrens, d.h. bei den strafrechtlichen Konsequenzen (Strafbefehl, Fahrerlaubnisentzug, Sperrfrist, Geldstrafe) eine Orientierung zu geben. Ebenfalls ein eindringlicher und detaillierter Überblick über den Ablauf, die Anforderungen und die Fragestellungen bei der Untersuchung. Beeindruckend ist die klare Sprache und die unbedingte Empfehlung, sich tatsächlich zu ändern und nicht sein Heil in Testvorbereitern oder Verharmlosungen zu suchen. Die Autorin ist selbst Betroffene und kennt die Abläufe aus Sicht der Untersuchten. Die Neuauflage ist noch leichter lesbar geworden, auch wenn einige Informationen etwas knapper als in der vorherigen Auflage ausgefallen sind.

Kürti, Karl: Mein Führerschein ist weg - was nun?. Düsseldorf: Werner, 2003, 5. Aufl.

Der Klassiker in diesem Bereich, inzwischen in der 5. Auflage erschienen. Sehr umfassende Informationen über alle Bereiche der MPU, mit speziellen Zielgruppen, vielen Beispielgutachten, Darstellung aller in diesem Bereich verwendeten Testverfahren und einer sehr umfangreichen Adressenliste. Auf recht aktuellem Stand, sehr umfassend zur Information. Diese Buch ist besonders zu diejenigen zu empfehlen, die sich mit den Bereich der Leistungstests und den gesetzlichen Hintergründen der Untersuchung näher beschäftigen wollen.

Kajan, Gerd; Schneider, Walter & Utzelmann, Hans D.: Führerschein (k)ein Problem. Bonn: Kirschbaum Verlag, 4. Auflage 2000

Von Autoren geschrieben, die an führende Stelle im Begutachtungsstellen tätig waren oder sind. Das Buch bietet sehr fundierte und aktuelle Informationen, gerade über den verwaltungsrechtlichen Hintergrund einer Untersuchung, enthält auch wesentliche Auszuge der neuen Fahrerlaubnisverordnung. Zudem beschäftigt sich das Buch mit der ganzen Breite der Untersuchungsanlässe, also auch Medizinische Gründe, Punkte, Strafttaten etc. Etwas schwächer ist das Kapitel über Maßnahmen zur Wiederherstellung der Eignung, da hier relativ allgemeine Empfehlungen gegeben werden. Der Adressenanhang ist hilfreich, da er ein breites Spektrum abdeckt.

Rieh, Theodor & Wagenpfeil Thomas: Der Testknacker bei Führerscheinverlust. München: Mosaik bei Goldmann, 2003

Unserer Einschätzung nach ebenfalls eine gute Einführung, da es in klarer und verständlicher Weise die Änderungsnotwendigkeiten aufzeigt und deutlich macht, daß eine tatsächliche Verhaltensänderung notwendig ist. Schwerpunkt sind alkoholauffällige Kraftfahrer und die Untersuchung selbst, auch Anforderungen an therapeutischen Maßnahmen werden beschrieben. Allerdings sind insgesamt die Empfehlungen recht vage und tüv-lastig. Brauchbar als Einstieg ist der Bereich Drogen

Die folgenden Bücher stellen eher Grundlagen für Fachleute dar, die in dem Bereich arbeiten, gelb markierte sind auch für Betroffene mit speziellen Fragestellungen hilfreich

Bundesanstalt für Straßenwesen: Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung. Heft M115 der Berichte der BASt, Bergisch-Gladbach 2000.
Erhältlich über den Wirtschaftsverlag Neue Wissenschaft, Postfach 101110, 27511 Bremerhaven

Die wesentliche Grundlage des Arbeitsgebietes, Ergebnis der Zusammenführung des "Gutachten Krankheit und Kraftverkehr" und des "Psychologischen Gutachten Kraftfahreignung". Umfassende, wenngleich z.T. etwas stark medizinisch geprägte Darstellung der Leitlinien für die Begutachtungspraxis.

KROJ, G. Psychologisches Gutachten Kraftfahreignung erstellt durch die Kommission der Sektion Verkehrspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologen e.V., Günter Kroj, Gerd Kajan, Fritz Meyer-Gramcko, Wolf-Rüdiger Nickel, Wolfgang Preußer, Gertraud Richardt, Wolfgang Schubert, Edgar Spoerer, Egon Stephan, Udo Undeutsch, Hans-Dieter Utzelmann, Werner Winkler. Bonn: Deutscher Psychologen Verlag, 1995.

Grundlage für die Sichtweise der Verkehrspsychologie auf die Begutachtung, Art Gegenentwurf zum Gutachten Krankheit und Kraftverkehr.

Schubert, Wolfgang et al (Hrsg): Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung - Kommentar. Kirschbaum-Verlag, Bonn 2005 (2. Auflage)

Umfassender Kommentar, Erläuterungen, Wichtungen und Hinweise für die Umsetzung des Leitfadens primär aus verkehrspsychologischer Sicht. Standardwerk, nicht verbindlich, hat aber eine zunehmende normative Kraft des Faktischen. Sehr hilfreich, um Gutachten nachzuvollziehen oder auch kritisch zu überprüfen.

Schubert, Wolfgang & Rainer Mattern: Beurteilungskriterien - Urteilsbildung in der medizinisch-psychologischen Fahreignungsdiagnostik. Kirschbau-Verlage, Bonn 2005.

Offizielle Grundlage der Fahreignungsbeurteilung. War früher ein internes Papier des VdTÜV, ist jetzt gemeinsam von der DGVP und der DGVM veröffentlicht worden. Umfassende Formalisierung der Begutachtungslogik, ist inzwischen verbindlich für akkredierte Stellen.

Himmelreich, Klaus (Hrsg): Jahrbuch Verkehrsrecht 2000, Werner-Verlag, Düsseldorf 2000

Aktueller Überblick über neuer Entwicklungen des Verkehrsrecht. Ermöglicht eine gute Orientierung über neue Entwicklungen, sehr breiter Ansatz einschließlich verkehrspsychologischer Fragestellungen und Besprechungen neuerer Literatur - sehr empfehlenswert gerade für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Krüger, Hans-Peter (Hrsg.): Drogen im Straßenverkehr - ein Problem unter europäischer Perspektive. Lambertus, Freiburg 2000

Sehr guter, aktueller Überblick über fast alle wichtigen Aspekte, der Artikel von Brenner-Hartmann gibt einen exzellenten Überblick über die Grundprinzipien der Begutachtung.

Hettenbach/Kalus/Möller/Uhle: Drogen und Straßenverkehr. Deutscher Anwalt-Verlag. Bonn 2005

Umfassender Überblick über alle Fragen zum Thema Strafbarkeit und Begutachtung, vier ausgewiesene Fachleute aus verschiedenen Arbeitsfeldern decken praktisch alle wichtigen Aspekte ab. Besonders hervorzuheben ist die wohltuende Zurückhaltung in der Bewertung, es wird immer wieder betont, dass dieses Thema rechtlich und fachlich noch sehr im Fluss ist.

Verkehrstherapie - Schriftenreihe des Bundesverbandes Niedergelassener Verkehrspsychologen. CD mit Bericht vom 1. BNV-Kongress 2004.

Guter Überblick über eine breites Spektrum von Themen im Feld zwischen Begutachtung und Verkehrstherapie. Wichtig vor allem die Darstellung zur Evaluation, daneben aber auch excellente Beiträge vor allem von Praktikern aus verschiedenen Arbeitsbereichen.

Für Fachleute interessant wichtig sind vor allem 3 Zeitschriften:

Blutalkohol

Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht (Beck-Verlag München)

ZVS - Zeitschrift für Verkehrssicherheit (umfassendere Themen)

Ältere Grundlagenliteratur, muss noch ergänzt und überarbeitet werden

Himmelreich, Klaus & Hentschel, Peter: Fahrverbot - Führerscheinentzug. Düsseldorf: Werner, 1992, 7. Aufl.

Nicht für Betroffene, aber für Fachleute ein Muß für den rechtlichen Aspekt, sehr sorgfältige, übersichtliche und aktuelle Darstellung. Im rechtlichen Bereich nach meiner Einschätzung die "Bibel" des Fahrerlaubnis-Rechtes insgesamt. Für Betroffene kaum geeignet

Bode, Hans-Jürgen & Winkler, Werner: Fahrerlaubnis - Eignung, Entzug, Wiedererteilung. Bonn: Deutscher Anwaltverlag, 1994

Sehr fundierte Darstellung, die inbesonders von der Zusammenarbeit zweier exzellenter Fachleute aus unterschiedlichen Gebieten (Dr. Bode ist ehemaliger Richter, Prof. Winkler Obergutachter) profitiert. Auch für Betroffene mit einiger Mühe noch lesbar, Zielgruppe sind aber ansonsten eher Fachleute.

Gehrmann, Ludwig & Undeutsch, Udo: Das Gutachten der MPU und Kraftfahreignung. München: Beck 1995.

Ebenfalls ein Werk aus der Zusammearbeit eines Juristen und eines Obergutachters, sehr ausführliche Darstellung aller Aspekte der MPU, einschließlich eines Anhanges mit Materialien, Adressen etc. Für Betroffene weniger geeignet, ansonsten aber mit der umfassendste Überblick für Fachleute.

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Copyright © 2009 Verkehrspsychologische Praxis Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Saarlandstr. 6 a, 22303 Hamburg, Tel.: 040-56008008. Stand: 19. November 2009