Projektgruppe Hoheluft

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Projektskizze
Vortrag Zukunftsrat

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Stand 19.11.2009

 

 

 

 

hoheluft.gif (8409 Byte) Selbstdarstellung der Projektgruppe Hoheluft

Die Projektgruppe ist ein Zusammenschluß von Personen mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund, speziellem Qualifikationen und breitgefächerten Erfahrungen:

Frau Christine Reumschüssel ist Architektin mit einem Arbeitsschwerpunkt im Bereich ressourcenschonendes Bauen und Bewohnerbeteiligung. Sie arbeitet als Mitinhaberin des Architekturbüros "Dittert und Reumschüssel" z. B. für die Genossenschaft "Wohnwarft" am Projekt "Autofreies Wohnen an der Saarlandstraße".

Herr Karsten Wagner ist Dipl.-Ing. mit einem Arbeitsschwerpunkt autofreies Wohnen und verdichtetes Bauen. Er ist als Vorsitzender des Umweltschutzvereines "Autofreies Wohnen e.V." und als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Genossenschaft "Wohnwarft" maßgeblich an der Realisierung des Pilotprojektes "Autofreies Wohnen" in Hamburg beteiligt gewesen.

Herr Jörg-Michael Sohn ist Diplompsychologe mit dem Arbeitsschwerpunkt Verkehrspsychologie. Er arbeitet auf einer Reihe von Feldern im Schnittpunkt von Psychologie und Verkehrswissenschaften in eigener Praxis. Zudem ist er im Geschäftsführenden Ausschuß der Wohnungseigentümer-Gemeinschaft "Barmbeker STICH - WEG ohne Auto".

Herr Bernd Rüdiger Kremer ist Geschäftsführer bei StattAuto GmbH Hamburg und erfahren im Bereich alternativer Verkehrskonzepte.

Herr Thomas Dittert ist Architekt mit den Arbeitsschwerpunkten energiesparendes Bauen und Verkehrsplanung. Er arbeitet innerhalb des Architektenbüros "Dittert und Reumschüssel" schwerpunktmäßig in Hannover an Projekten im Bereich Verkehrsplanung.

Herr Werner Steinke ist beruflich im Bereich Stadtentwicklung tätig, in der Projektgruppe arbeitet er aus Interesse an der politischen Durchsetzbarkeit innovativer Projekte mit. Er ist Mitglied bei Robin Wood und engagiert im Bereich Umweltschutz.

Herr Reiner Schendel ist Geschäftsführer bei STATTBAU GmbH und verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der Konzeption, Abwicklung und Betreuung von Wohnprojekten und alternativer Stadtentwicklung.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich Anfang 1997 auf informeller Basis zusammengeschlossen, um innovative Ansätze im Bereich Stadtplanung, Architektur, Verkehrsplanung und Umweltschutz zu diskutieren und zu entwickeln. Aus diesen Diskussionen entwickeln wir immer wieder konkrete Projekte als Schwerpunktsetzungen, die dann von einzelnen Mitgliedern der Projektgruppe vertieft bearbeitet werden.

Neben der Unterstützung der Projektgruppe für die Projekte einzelner Mitglieder durch Diskussion, Rückmeldung und Verfügbarmachen von Spezialwissen steht die gesamte Gruppe für Planungsprozesse, Gutachten, Konzeptentwicklung etc. auch externen Personen oder Institutionen zur Verfügung. Die Verrechnung dieser Dienstleistung wird im Einzelfall abhängig von der Art der Aufgabe und der Beteiligung der einzelnen Personen vereinbart.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Gruppe ist zur Zeit das Projekt "Hoheluft Ost - nachhaltige Stadtteilentwicklung im Rahmen des Agenda-21-Prozesses." Dabei beschränkt sich unsere Aufgabe zunächst darin, Leitlinien einer Planung zu entwickeln und grobe Finanzierungs- und Nutzungskonzepte zu erarbeiten. Diese Aufgabe erfolgt bislang auf eigene Rechnung aus einem inhaltlichen Interesse heraus. Wir sind aber daran interessiert, die entsprechenden Konzepte in die Planungen von potentiellen Investoren einzubringen und stehen für Gespräche über die Bedingungen einer solchen Zusammenarbeit gern zur Verfügung.

Konkret auf das Projekt Hoheluft bezogen sehen unsere Vorstellungen für eine Beteiligung so aus, daß wir für einen Gesamtinvestor im Rahmen eines Planungsprozesses die Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenkonzeptes für das gesamte Quartier und die Entwicklung von Planungsleitlinien übernehmen können, die dann entweder von anderen Architekturbüros oder von uns selbst umgesetzt werden. Daneben sehen wir uns in der Lage, für einen Teil der Fläche (ca. 1 Hektar) auch eigenständig ein detailliertes Finanzierungs- und Nutzungskonzept mit einer stärkeren Ausrichtung an den Zielen "autofrei oder autoarm, verdichtete Mischnutzung und NutzerInnen-Beteiligung" zu arbeiten und dafür selbstorganisiert bauende Gruppen zu finden. Dabei wird die Gruppe selbst nicht als Investor und Bauherr auftreten, sondern versuchen, aufgrund eines erarbeiteten Konzeptes Gruppen zu finden, die diese Realisierung übernehmen. Da wir in diesem Bereich über vielfältige Kontakte und Erfahrungen verfügen, gehen wir davon aus, daß eine Bebauung in diesem Sektor gesichert werden kann.

Neben diesem Schwerpunkt gibt es eine Reihe von Arbeitsfeldern, auf denen wir Ideen, Konzepte oder marktfähige Projekte entwickeln und für die wir Interessenten und Realisierungspartner suchen:

  • Autofreies Wohnen im Bestand, es gibt Reihe von theoretischen Ansätzen und Forschungen, aber kein praktisches Modell. Es steht zu erwarten, daß dieser Bereich in Zukunft an Bedeutung gewinnt. Da es hier auch um Überzeugungsarbeit für die im Quartier lebenden Menschen geht, wäre dies ein interessantes Arbeitsgebiet auch für Psychologen.
  • Verknüpfung von Bundesbahn und ÖPNV, viele Städte bieten abschreckende Beispiele. Attraktivität des "Verzichtes" auf Auto hängt auch davon ab, wie gut abgestimmt die alternativen Verkehrsträger sind. Die Zugänglichkeit ist auf der Ebene der Wahrnehmung und der Verhaltensmöglichkeit zu gewährleisten, nicht nur auf der Ebene der Baukörper-Gestaltung. Es gibt hier schon gute Ansätze (Rendevous-Platz, getakteter und verknüpfter ÖPNV).
  • Wärmedämmung und Psychologie erscheint als Thema erst einmal absurd, aber gerade im Bereich energiesparenden Bauens und Planes werden gefundene technische Lösungen oft durch das Verhalten der Benutzer unwirksam gemacht (falsches Lüften, falscher Umgang mit Thermostatventilen, Verstellen von Heizungsanlagen etc.). Auch bei energiesparender Bauweise ist auf Benutzerfreundlichkeit und Aufforderungscharakter zu achten. Zudem gibt es nicht den Benutzer, sondern verschiedene Zielgruppen unterscheiden sich u.U. radikal in ihren Verhaltensgewohnheiten (Kriegsgeneration).
  • Umweltbewußtsein - alternative Architekturkonzepte, die auch auf ein verändertes Verhältnis zur Umwelt abstellen, müssen sich Gedanken über menschliches Erleben und Verhalten machen: Sichtbarmachen von Wärmedämmung, Anzeige von Energiespareffekten nicht abstrakt-digital, sondern plastisch, sinnlich erfahrbar. Menschliche Grundtendenzen ausnutzen: Wettbewerb: Wer am meisten spart, bekommt Jahres-Energie umsonst. Energie-Sparen muß Spaß machen und ästhetisch schön sein, d.h. positiv besetzt werden.
  • Architektonische Förderung von normativer Orientierung, für den langfristigen Erhalt einer Identifikation mit dem Wohnumfeld und damit der Verhinderung von Ghettoisierung und Ver- slumung muß das Wohnumfeld von den Bewohnern als ihr eigenes erlebt werden. Dabei ist gerade in diesem Bereich die Verschränkung von architektonischen und psychologischen Ansätzen besonders reizvoll: Welche materiellen Strukturen haben welchen Aufforderungscharakter und auf welche speziellen Wahrnehmungsmuster von Bewohnergruppen treffen planerische Ansätze.
  • Marketing-Gesichtspunkte: Um an Interesse für Konzepte zu gewinnen, ist neben den Inhalten eine gute Präsentation wichtig, die Wahrnehmung, Orientierung und Zielsetzung der Zielgruppe muß analysiert werden und die Form der Präsentation darauf abgestimmt.
 

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Copyright © 2009 Verkehrspsychologische Praxis Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Saarlandstr. 6 a, 22303 Hamburg, Tel.: 040-56008008. Stand: 19. November 2009