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Stand 19.11.2009

 

 

 

 

Internet: www.vpp.de

 

 

 

Verkehrstherapie

Informationen für Rechtsanwälte

Stand: 07.01.2002

Ausgangslage

Jährlich müssen sich in Deutschland ca. 150.000 Kraftfahrer einer Medizinisch-Psychologischen Fahreignungsuntersuchung (MPU) unterziehen, um von den Straßenverkehrsbehörden geäußerte Zweifel an der Fahreignung auszuräumen. Durch das ab 01.01.99 in Kraft getretene neue Fahrerlaubnisrecht werden diese Zahlen langfristig noch ansteigen. Anlaß sind neben wiederholten Trunkenheitsfahrten (oder erstmaligen mit über 1,6 ‰) zunehmend Punktehäufung, polytrope Auffälligkeiten, Verstöße gegen das allgemeine Strafrecht, BTM-Delikte etc.

Bei knapp der Hälfte der untersuchten Kraftfahrer werden Eignungsmängel festgestellt, die auch durch eine von den Begutachtungsstellen oder anderen Trägern angebotene Nachschulungsmaßnahme in Gruppenform nicht behoben werden können.

Einbettung

Für diese Gruppe verkehrsauffälliger Kraftfahrer bieten wir bereits seit 1984 eine spezielle therapeutische Maßnahme an, die wir seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, evaluiert und einer internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt haben.

Inzwischen haben über 1.500 Klienten an unserer Verkehrstherapie teilgenommen, wir verfügen über eine Fülle von Daten und Erfahrungen mit unterschiedlichen Erfolgs- und Prognosekriterien. Es handelt sich um eine im System der Fahreignungs-Begutachtung etablierte und weithin anerkannte Maßnahme, auch wenn sie keine unmittelbaren Rechtsfolgen hat.

Durch kontinuierliche Mitarbeit in fachlichen und berufspolitischen Gremien erfüllen wir bereits heute die wesentlichen im „Psychologischen Gutachten Kraftfahreignung" aufgeführten Qualitätsanforderungen an eine Rehabilitationsmaßnahme.

Zudem sind ein alle unserer Mitarbeiter nach § 71 FeV anerkannt für die Durchführung verkehrspsychologischer Beratungen (Punktereduzierung) und sind Fachpsychologen für Verkehrspsychologie (BDP).

Konzeption

Zielsetzung der Verkehrstherapie ist die Verbesserung der individuellen Eignungsvoraussetzungen durch Reduzierung der Rückfallgefahr. Es handelt sich nicht um eine der in den letzten Jahren verstärkt in den Markt drängenden „Idiotentest-Vorbereitungskurse" mit bestenfalls kurzfristigen Erfolgen.

Im Regelfall werden in einem negativen Eignungsgutachten korrekt Defizite diagnostiziert, deren Beseitigung Voraussetzung für die auch vom Klienten gewünschte unauffällige Verkehrsteilnahme ist. Ausgangslage einer notwendigen Verhaltensänderung ist damit eine sorgfältige Diagnose der Faktoren, die zu den Auffälligkeiten geführt haben. Erst wenn auch der Klient diese erkannt hat, ist er in der Lage, die notwendigen Veränderungen einzuleiten und diese dann auch in einer Folgeuntersuchung für den Gutachter nachvollziehbar zu machen.

Da die Ursachen der Auffälligkeiten höchst individuell sind und selten auf Informationsdefiziten beruhen, wird die Verkehrstherapie in Form von Einzelgesprächen durch therapeutisch qualifizierte Diplom-Psychologen durchgeführt. Zu unserer Konzeption gehört die sorgfältige Diagnostik der Vorgeschichte und eine auf den Einzelfall zugeschnittene Festlegung der Therapieziele und notwendigen Veränderungen sowie eine systematische Erfahrungsauswertung.

Entscheidend für die Beurteilung einer Rehabilitationsmaßnahme ist der Nachweis, daß es den Klienten tatsächlich gelingt, die Fahrerlaubnis nicht nur wiederzuerlangen, sondern auch auf Dauer zu behalten. Wir haben von Beginn an unsere Langzeiterfolge dokumentiert und wissenschaftlich ausgewertet und die Ergebnisse in Jahresberichten und auf Kongressen vorgestellt. Integraler Bestandteil unseres Qualitäts-Sicherungs-Ansatzes ist dabei eine mehrstufige Wirksamkeitskontrolle, die neben der Analyse von Folgegutachten eine dreijährige Überprüfung mit Fragebogen, Nachgesprächen und der Überprüfung der Legalbewährung umfaßt.

Die Ergebnisse zeigen, daß die Verkehrstherapie geeignet ist, die Rückfallwahrscheinlichkeit bei unserer Klientel zu senken - entsprechende Literaturangaben senden wir Ihnen gerne zu.

Zielgruppe

Da das Spezifikum der Verkehrstherapie nicht eine besondere Interventionstechnik ist, sondern im Sinne von GRAWEs „Allgemeiner Psychotherapie" die kontrollierte Anwendung problemspezifischer Lösungsstrategien, definieren wir aufgrund der Vorgeschichte keine Ausschlußkriterien. Geeignet ist die Verkehrstherapie grundsätzlich für alle Kraftfahrer. Auch Alkoholiker können teilnehmen, allerdings sind in diesem Fall flankierende Maßnahmen (Entgiftung, parallele Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe) erforderlich. Die Entscheidung über die Aufnahme fällt in einem Vorgespräch.

Ablauf

In einem Beratungsgespräch wird geklärt, ob eine intensive Maßnahme dieser Art überhaupt nötig ist, welches Ausmaß an Diagnostik erforderlich ist, welche anderen Maßnahmen ev. in Frage kommen. Abhängig vom Ergebnis erfolgt gegebenenfalls der Einstieg in die Verkehrstherapie, die im Schnitt 20 - 25 Einzelstunden innerhalb eines Zeitraumes von 3 bis 12 Monaten umfaßt.

Danach findet nach Bedarf noch eine separate Abschlußuntersuchung statt. Die Ergebnisse der Verkehrstherapie werden in einem Abschlußbericht mit Ausgangslage, Ablauf und Ergebnissen dokumentiert. Als Standard wird nach 6, 12 und 24 Monaten eine Wirksamkeitskontrolle mit Fragebogen und Gesprächen durchgeführt, nach 36 Monaten wird die Legalbewährung überprüft.

Rahmenbedingungen

Der Abschlußbericht ersetzt keine Eignungsuntersuchung, im Regelfall ist eine Begutachtung in einer Begutachtungsstelle für Fahreignung erforderlich. Darüber hinaus findet die Verkehrstherapie häufig auch in strafrechtlichen Entscheidungen über die Dauer einer Sperrfrist, Anträgen nach §69a, Absatz 7 StGB (einschließlich Aufhebung einer lebenslangen Sperre) etc. Berücksichtigung. Ein wichtiges Arbeitsprinzip ist die enge Zusammenarbeit mit betreuenden Rechtsanwälten und Ärzten.

Die Maßnahme muß vom Klienten selbst bezahlt werden, eine Beratung kostet 90,-- , für die Verkehrstherapie selbst entstehen abhängig vom Einzelfall Kosten in Höhe von ca. 1.500,-- bis 2.500,-- , die ratenweise bezahlt werden können.

Hamburg ( 0 40 56 00 80 08

Kiel ( 04 31 6 96 98 00

Kontakt über:
Verkehrspsychologische Praxis
Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn
Saarlandstr. 6 a, 22303 Hamburg

Internet: www.vpp.de

Kooperationspartner:

Wolfsburg ( 053 65 74 80

Magdeburg ( 03 91 5 31 38 88

Kassel ( 05 61 71 12 60

 

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Copyright © 2009 Verkehrspsychologische Praxis Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn, Saarlandstr. 6 a, 22303 Hamburg, Tel.: 040-56008008. Stand: 19. November 2009